Holz- und Kunststoffindustrie in Sachsen-Anhalt Tarifabschluss stärkt Einkommen und Auszubildende

In der zweiten Tarifverhandlung für die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie in Sachsen-Anhalt haben sich IG Metall und Arbeitgeber auf ein Verhandlungsergebnis verständigt.

Holz-und Kunststoffindustrie

13. Februar 2026 13. Februar 2026


Die Einigung in Halle sieht für die tarifgebundenen Beschäftigten spürbare Entgeltsteigerungen in zwei Stufen vor. Zum Juni 2026 erhöhen sich die Tabellenentgelte um 2,0 Prozent, im Juni 2027 folgt eine weitere Anhebung um 2,2 Prozent. Damit steigen die Entgelte insgesamt um 4,2 Prozent. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro. Auch die Auszubildenden profitieren deutlich von dem Abschluss. Ihre Ausbildungsvergütungen steigen in zwei Stufen jeweils zum 1. August 2026 und 2027 um insgesamt 120 Euro. Sie erhalten zudem je nach Ausbildungsjahr zwischen 180 und 300 Euro als Einmalzahlung. Damit setzt der Tarifabschluss ein deutlich überproportionales Signal zur Stärkung der Ausbildung und zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in der Branche. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Januar 2028.

„In einer wirtschaftlich herausfordernden Situation ist es gelungen, nachhaltige Entgeltsteigerungen durchzusetzen. Das stärkt die Kaufkraft der Beschäftigten und sorgt für mehr Planungssicherheit in den Betrieben“, erklärt Markus Wente, Verhandlungsführer der IG Metall für die Holz- und Kunststoffindustrie. „Besonders wichtig ist uns auch die spürbare Verbesserung bei den Ausbildungsvergütungen. Das ist ein klares Signal für die Zukunftsfähigkeit der Branche.“

In der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie arbeiten in Sachsen-Anhalt circa 4.500 Beschäftigte. Der Tarifabschluss hat eine Erklärungsfrist bis zum 25. Februar 2026.