„Mit dem Start des neuen Jahres spüren die Kolleginnen und Kollegen nun konkret, was wir gemeinsam durchgesetzt haben“, erklärt Markus Wente, Verhandlungsführer der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. „Die Erhöhung sorgt für reale Entlastung, gerade in einer Zeit, in der Preise für Energie, Lebensmittel und Mobilität weiter hoch sind. Der Abschluss zeigt: Tarifverträge wirken – sie sichern Einkommen und geben Stabilität.“
Neben der Entgelterhöhung konnten die Tarifparteien zusätzliche Verbesserungen vereinbaren: Für IG Metall-Mitglieder sind der 24. und 31. Dezember künftig dauerhaft bezahlte, arbeitsfreie Tage – ein starkes Zeichen für mehr Zeitsouveränität und Respekt vor Lebenszeit. Außerdem ist es eine echte Wertschätzung der Sozialpartner gegenüber den Mitgliedern der IG Metall, die letztlich Tarifverträge erst ermöglichen.
Wente betont, dass die IG Metall mit dem Abschluss zugleich Verantwortung übernommen hat: „Wir haben einen Weg gefunden, der beiden Seiten gerecht wird – den Betrieben Planungssicherheit und den Beschäftigten spürbare Verbesserungen gibt. Das ist keine Selbstverständlichkeit in wirtschaftlich angespannten Zeiten.“
Das Thema Arbeitszeitgestaltung bleibt dennoch auf der Agenda. Die Tarifparteien werden im Frühjahr 2026 in einer gesonderten Verhandlungsrunde über Modelle beraten, die Wahlmöglichkeiten zwischen Zeit und Geld eröffnen sollen. „Viele Kolleginnen und Kollegen sagen uns: Mehr Zeit ist der neue Luxus. Deshalb bleibt Zeitsouveränität für uns ein zentrales Zukunftsthema“, so Wente. Der Abschluss knüpft an die starke Entwicklung des Vorjahres an: Bereits 2024 hatte die IG Metall für die Branche eine Entgelterhöhung von 6,25 Prozent durchgesetzt. Zusammen zeigen die beiden Runden, dass das Handwerk tarifpolitisch gestärkt aus schwierigen Jahren hervorgeht. „Das Metallhandwerk und die Landbautechnik sind das Rückgrat vieler Regionen – sie sichern Arbeit, Ausbildung und Innovation. Wer die Zukunft des Handwerks sichern will, muss seine Beschäftigten zukunftsfähig bezahlen“, so Wente abschließend. „Mit dem heutigen Tag wird deutlich: Tarifbindung schafft Verlässlichkeit – für Beschäftigte, Familien und Betriebe gleichermaßen.“