Bereits die ersten ausgezählten Ergebnisse zeigen: Die gigantische Mehrheit der Beschäftigten setzt weiterhin auf eine starke und verlässliche Interessenvertretung, schenkt dabei den Kandidatinnen und Kandidaten der IG Metall ihr Vertrauen und bestätigt deren Arbeit. In etlichen Betrieben konnten IG Metall-Mitglieder oder IG Metall-Listen extrem überzeugende Ergebnisse erzielen und ihre Position in den Betriebsräten festigen oder gar ausbauen. Die Wahlbeteiligung ist vielerorts stabil, zugleich stellen sich zahlreiche Beschäftigte erstmals zur Wahl und übernehmen Verantwortung für die betriebliche Mitbestimmung.
„Die ersten Ergebnisse in unserem Bezirk sind ein starkes Signal aus den Belegschaften“, sagt Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. „Viele Beschäftigte entscheiden sich ganz bewusst für eine starke, durchsetzungsfähige Interessenvertretung im Betrieb. Gerade in Zeiten großer industrieller Umbrüche und wirtschaftlicher Unsicherheit zeigt sich: Wenn es um sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Stimme für die Kolleginnen und Kollegen geht, vertrauen die Beschäftigten der IG Metall. Dieses Vertrauen ist für uns Auftrag und Verpflichtung zugleich.“
Bei der Volkswagen AG konnte die IG Metall exemplarisch ihre Position festigen: So wurde etwa in den Werken des Haustarifvertrages der Volkswagen AG, bei der Volkswagen Osnabrück GmbH sowie im gemeinsamen Betriebsrat von Volkswagen Financial Services AG gewählt. Darüber hinaus fanden auch an den Standorten der Volkswagen Sachsen GmbH in Chemnitz, Dresden und Zwickau Wahlen statt. 85 % der Betriebsratsmandate, die insgesamt zu vergeben waren, gingen an die IG Metall. Ein klares Signal: Die VW-Belegschaft stärkt in stürmischen Zeiten den Metallerinnen und Metallern den Rücken!
Beispielhaft zeigt sich dieser Trend auch in zahlreichen Betrieben in Niedersachsen: Bei der Autostadt GmbH in Wolfsburg gingen sämtliche Betriebsratsmandate an Mitglieder der IG Metall. Auch in Gifhorn erzielte die Gewerkschaft deutliche Ergebnisse. Sowohl bei Aumovio (ehemals Continental Teves) als auch beim Entwicklungsdienstleister IAV wurden die Betriebsräte vollständig mit Metallerinnen und Metallern besetzt. Ebenfalls in der Wolfsburger Region gilt: Brose Sitech und die IG Metall gehören untrennbar zusammen! 17 Betriebsratsmandate gehen an Kandidierende der Industriegewerkschaft. Im Westen Niedersachsens erzielte die IG Metall im Stahlwerk in Georgsmarienhütte sowie bei Cunova in Osnabrück starke Ergebnisse: Bei jeweils über 80 Prozent Wahlbeteiligung gingen sämtliche Betriebsratsmandate an Mitglieder der IG Metall.
In Hannover setzen die Beschäftigten ebenfalls klar auf eine starke Interessenvertretung. Bei Vodafone Hannover setzte sich die IG Metall-Liste deutlich gegen eine konkurrierende Liste durch und stellt 12 von 13 Mitgliedern im neuen Betriebsrat. Beim Zulieferer ZF Wabco gehören alle gewählten Betriebsratsmitglieder der IG Metall an. Auch in Braunschweig zeigt sich ein klares Bild: Bei Siemens Mobility stellt die IG Metall im neuen 27-köpfigen Betriebsrat weiterhin die absolute Mehrheit. Beim Automobilzulieferer Ficosa entfällt die überwiegende Mehrheit der Mandate auf IG Metall-Mitglieder, in der Siemens-Niederlassung Braunschweig sind sämtliche Betriebsräte gewerkschaftlich organisiert.
In Salzgitter wurde der Betriebsrat bei MAN mit 17 von 19 Mandaten bestätigt. Wenige Kilometer weiter entfallen bei der Salzgitter Flachstahl GmbH starke 32 von 33 Mandaten auf das Team der IG Metall. Bei Alstom in Salzgitter gingen alle 21 Sitze an Metallerinnen und Metaller. Auch in weiteren Betrieben dominiert die IG Metall deutlich: Bei SKF in Lüchow stellen IG Metall-Mitglieder über 90 Prozent des Betriebsrats, bei Musashi wurden alle neun Mandate gewonnen. Bei KSM Castings in Hildesheim gingen ebenfalls sämtliche Betriebsratsmandate an Mitglieder der IG Metall. Ein identisches Ergebnis zeigt sich bei ZF in Gronau, wo alle Gewählten der IG Metall angehören. Auch beim Lenze-Vertrieb in der Region Hameln entfallen alle sieben Mandate auf Metallerinnen und Metaller.
Ein ähnliches Bild ergibt sich auch an der August-Spindler-Straße in Göttingen bei Sartorius Stedim Biotech: Dort entfallen 19 von 21 Mandaten auf Mitglieder der IG Metall. Politisch besonders bedeutsam ist das Ergebnis bei Coherent: In dem Betrieb, der sich derzeit im Prozess zur Tarifbindung befindet, stellte sich die Belegschaft klar hinter die IG Metall. Bei einer Wahlbeteiligung von über 85 Prozent setzte sich die gewerkschaftliche Liste mit einer Zweidrittelmehrheit gegen eine arbeitgebernahe Liste durch – ein deutliches Signal für Mitbestimmung und Tarifbindung. Auch in weiteren Betrieben in Niedersachsen setzt sich dieser Trend fort: Bei ITT Bornemann in Obernkirchen gingen alle neun Mandate an Mitglieder der IG Metall – bei sehr hoher Wahlbeteiligung. Ein vergleichbares Ergebnis zeigt sich bei Federal Mogul in Beckedorf, wo ebenfalls alle sieben Mandate an Metallerinnen und Metaller gingen.
In Sachsen-Anhalt verzeichnet die IG Metall ebenfalls starke Wahlerfolge. Bei Novelis in Nachterstedt entfallen 14 von 15 Sitzen auf Mitglieder der IG Metall. Beim Emil Frey Autohaus Süd in Magdeburg ist der Betriebsrat vollständig gewerkschaftlich organisiert. Im Landkreis Börde stellen IG Metall-Mitglieder bei Kuntze & Burgheim Textilpflege GmbH sechs von sieben Mandaten. Ein ebenso klares Bild zeigt sich bei Nemak in Wernigerode, wo der Betriebsrat vollständig mit IG Metall-Mitgliedern besetzt wurde. Bei der KME Mansfeld GmbH in Hettstedt wie auch bei der WDI GmbH (Westfälische Drahtindustrie) in Rothenburg (Saale) ist die Wahlbeteiligung gestiegen; in beiden Betrieben entfallen sämtliche Mandate im neu gewählten Betriebsrat auf Mitglieder der IG Metall. Weitere Betriebsratswahlen finden in den nächsten Tagen und Wochen statt – eine ergänzende Wasserstandsmeldung seitens der IG Metall wird folgen.
Das vielfach medial bemühte Narrativ einer „rechten Welle“ in den Betrieben hat sich klar als haltlos erwiesen. Ein Rechtsruck ist in den bisherigen Wahlergebnissen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nicht erkennbar. Rechte Tendenzen spielen, wenn überhaupt und trotz vollmundiger Ankündigungen jener Akteure, nur eine stark marginalisierte Rolle bei den tausenden Betriebsratsmandaten. Sie bewegen sich im betrieblichen Alltag im absoluten Randbereich. Die Ergebnisse hingegen sprechen eine deutliche Sprache: Die Beschäftigten setzen auf Verlässlichkeit, Erfahrung und eine durchsetzungsstarke Interessenvertretung. „Betriebe sind kein politisches Experimentierfeld“, betont der Bezirksleiter der IG Metall. „Hier haben Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Einkommen und Arbeitsbedingungen. Die Kolleginnen und Kollegen wissen das – und vertrauen deshalb auf die IG Metall als starke Stimme im Betrieb.“
Die IG Metall sieht im Auftakt der Betriebsratswahlen ein ermutigendes Signal für die betriebliche Demokratie. In vielen Betrieben beteiligen sich zahlreiche Beschäftigte – sie gehen nicht nur wählen, sondern kandidieren selbst und übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen im Unternehmen. „Viele Kolleginnen und Kollegen bringen sich aktiv ein und machen deutlich: Gute Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsplätze fallen nicht vom Himmel – sie werden gemeinsam erkämpft. Dafür braucht es starke Mitbestimmung und eine starke IG Metall im Betrieb!“, so Gröger abschließend.