Unmissverständliches Signal vor der dritten Verhandlung Rund 15.000 Metaller haben die Protestflagge seit Ende der Friedenspflicht in NDS + LSA gehisst

Der Tag begann, als andere noch schliefen: Um Mitternacht trat die Nachtschicht von MAN Truck & Bus in Salzgitter in den Warnstreik, kurz darauf folgten die Kolleginnen und Kollegen von Alstom.

Warnstreikaktion in Berlin am 08.11.2022

5. November 2026 5. November 2026


In Hameln zogen am Vormittag rund 500 Beschäftigte durch die Innenstadt, unter ihnen die Belegschaften von Lenze, Phoenix Contact, Reintjes, Stüken und der Aerzener Maschinenfabrik. Ob bei thyssenkrupp in Ilsenburg, Jungheinrich in Landsberg, ZF in Diepholz und Stemwede: In zahlreichen Betrieben ruhte die Arbeit, und überall war dieselbe Entschlossenheit zu spüren. Seit Ende der Friedenspflicht beläuft sich die Zahl der Warnstreikenden in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf rund 15.000 Beschäftigte in der Metallindustrie. „Dieses Signal kann niemand überhören“, sagt Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. „Die Arbeitgeber täten gut daran, die Zeichen aus den Betrieben ernst zu nehmen. Wer in den nächsten Tagen erneut mit leeren Händen an den Tisch kommt, hat die Stimmung in den Belegschaften gründlich verkannt. Sollten die Arbeitgeber es darauf anlegen, werden wir diese Tarifrunde mit aller Konsequenz führen. Die Verantwortung dafür tragen allein sie.“

Am Freitag, 6. November, kommen IG Metall und NiedersachsenMetall zur dritten Verhandlung für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie zusammen. Eine Atempause wird es nicht geben: Auch am Verhandlungstag gehen die Warnstreiks weiter. „Während am Tisch verhandelt wird, stehen die Belegschaften vor den Toren“, führt Gröger aus. In Sachsen-Anhalt und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim folgen die dritten Verhandlungen am Montag, 9. November.