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Die niedersächsischen Tarifvertragsparteien zeigen Verantwortung in Anbetracht herausfordernder Rahmenbedingungen.
Anlässlich des Pilotabschlusses in der Metall- und Elektroindustrie sagt Thorsten Gröger, IG Metall-Bezirksleiter Niedersachsen und Sachsen-Anhalt:
Jetzt ist es so weit: Die Friedenspflicht ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag ausgelaufen, womit Warnstreiks bei der Volkswagen AG nun offiziell möglich sind. In Wolfsburg läuteten am Samstagabend rund 300 Volkswagen-Beschäftigte das Ende der Friedenspflicht ein.
Die Friedenspflicht in der Tarifrunde bei Volkswagen ist ausgelaufen und flächendeckend haben am heutigen Montag Warnstreiks im ganzen Land an allen Volkswagen-Standorten des Haustarifgebietes sowie der Volkswagen Sachsen GmbH stattgefunden.
Der Warnstreikzug hat keine Bremse: Nachdem bereits am ersten Dezember-Montag rund 100.000 Beschäftigte in den Volkswagen-Werken ihren Unmut über die Kahlschlagspläne des Vorstandes geäußert haben, folgten vergangene Woche bei den Betriebsversammlungen massive Pfeifkonzerte.
Zum Orange Day am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, macht die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt erneut auf erschreckende Zahlen aufmerksam: Gewalt gegen Frauen ist ein drängendes gesellschaftliches Problem, das tief in den Strukturen verankert ist.
Sieben Stunden Tarifverhandlung brachten zwar keinen Durchbruch, aber in der vierten Verhandlungsrunde war es erstmals möglich, dass IG Metall und Volkswagen die wesentlichen Tarifthemen konstruktiv besprechen konnten.
Die erste Verhandlungsrunde zwischen der IG Metall und der Arbeitgeberseite der Feinstblechpackungsindustrie endete ohne einen Tarifabschluss. Dennoch bietet das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot eine solide Gesprächsgrundlage für die Fortsetzung der Verhandlungen am 9. Dezember 2024.
Weihnachtliche Stimmung kommt dieses Jahr in den VW-Regionen nicht auf: Während Familien den Baum schmücken, schmiedet der Volkswagen-Vorstand Pläne, diesen abzuholzen.
Drei Tarifverhandlungen verpasste Volkswagen die Chance, den seit September eingeschlagenen Weg, der Werksschließungen und Massenentlassungen aus Sicht der Arbeitgeberseite nicht mehr ausschließt, wieder zu korrigieren.